Online Reputation Management

Das Online Reputation Management (ORM), oder auch im Deutschen bekannt als ein digitales Reputationsmanagement, kommt zum Einsatz um, den Ruf eines Unternehmens im Internet zu stärken. In diesem Artikel werden wir die Bedeutung von ORM genauer untersuchen und passende Strategien zur Verbesserung der Unternehmensreputation vorstellen. Außerdem werden alle relevanten Fragen rund um das Thema der Online-Reputation beantwortet.

Inhatsverzeichnis

Was ist Online Reputation Management (ORM)?

Der Begriff Online Reputation Management, kurz ORM, beschreibt das Managen und Pflegen des Rufes einer Person, eines Unternehmens oder auch einer Marke. Hierbei wird sich ausschließlich auf die Reputation und den Ruf im Internet, also durch Social Media, Blogs oder auch auf Bewertungsportalen bezogen. Die Online-Reputation kann ein ausschlaggebender Faktor dafür sein, um neue Kunden oder Nutzer zu einer gewünschten Interaktion zu bewegen. Daher kann das Online-Reputationsmanagement auch als eine Form der Conversion-Rate-Optimierung betrachtet werden.

Wie wichtig die digitale Reputation heutzutage für Verbraucher und Kunden ist, zeigt eine aktuelle Umfrage zur Wichtigkeit von Online-Bewertungen aus dem Jahr 2022. So sehen 35 Prozent der in Deutschland lebenden Verbraucher eine Online-Kundenbewertung als eine zuverlässige Informationsquelle an. Diese Bewertungen stehen damit sogar noch vor den persönlichen Empfehlungen aus der Familie oder dem Freundeskreis. Somit lassen sich Kunden sowohl von positiven als auch von negativen Bewertungen beeinflussen. 

Genau an diesem Punkt setzt das digitale Reputationsmanagement an. Das Ziel besteht vor allem darin, auf negativen Bewertungen und Feedback zu reagieren. Dadurch lassen sich vor allem Missverständnisse aus dem Weg räumen sowie Fehlinformationen unterbinden.

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Wie setzt sich die Online-Reputation zusammen?

Nachdem wir geklärt haben, was Online-Reputationsmanagement ist, wollen wir einen genaueren Blick darauf werfen, aus welchen Elementen sich die Online-Reputation zusammensetzt. Hierbei setzt sich die Online-Reputation aus den folgenden Elementen zusammen:

  • Soziale Medien wie Twitter, Xing, LinkedIn, Facebook, Instagram und YouTube.
  • Blogs oder anderen Meinungswebseiten.
  • Die Inhalte und Gestaltung der eigenen Webseite.
  • Online-Bewertungsplattformen wie TrustPilot, Google-Bewertungen, Yelp oder ProvenExperts.
  • Kundenbewertungen auf der eigenen Webseite.
  • Platzierung der Suchmaschinenergebnisse.
  • Foren oder andere Diskussionsplattformen.
  • Influencer-Marketing.

Dies sind nur einige ausgewählte Elemente. Doch eins haben all diese gemeinsam: alle diese Elemente beeinflussen die Online-Reputation eines Unternehmens, einer Marke oder einer Person maßgeblich. Bei dem ORM müssen also viele unterschiedliche Elemente überwacht werden.

Was sind die Vorteile von einem Online Reputation Management?

Ein gut durchdachtes digitales Reputationsmanagement kann den Ruf eines Unternehmens langfristig zum Positiven verändern. Besonders erwähnenswerte Vorteile sind:

Erhöhte Reichweite
Durch eine aktive Präsenz in sozialen Medien oder die Nutzung von Influencer-Marketing kann die Sichtbarkeit erheblich gesteigert werden, wodurch gezielte Ansprachen der Zielgruppe effizienter erfolgen. Ein seriöses und professionelles Auftreten im Internet, führt auch zu einer Steigerung des Social Proofs. Dies erleichtert die Entscheidungsfindung der Kunden oder Nutzer.

Steigerung des Marktwerts
Eine gute Online-Reputation von einem Unternehmen kann dabei nicht nur die Reichweite erhöhen, sondern auch den Wert eines Unternehmens steigern. Ein Unternehmen oder auch eine Person, welche einen guten Ruf besitzt, wird auch als „Brand Suitable“ bezeichnet. Damit ist vor allem die Tauglichkeit in Bezug auf verschiedene Geschäftsmöglichkeiten gemeint. Dadurch ist es langfristig viel einfacher, verschiedene Kooperationen oder andere Geschäftsmöglichkeiten zu erlangen und diese mit einem höheren Profit zu realisieren.

Leichtere Personalsuche
Auch die Personalsuche kann durch das Online Reputation Management deutlich erleichtert werden. Wer sich mit dem Thema Personalfindung heutzutage beschäftigt, wird feststellen, dass Deutschland aktuell einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften verzeichnet. Dadurch ist es für Unternehmen umso wichtiger, eine gute und positive Präsenz vorzuweisen. Positives Feedback oder auch ein guter Ruf können dazu führen, dass sich die potenziellen Bewerber verstärkt für das Unternehmen interessieren. Besonders in einer Zeit, in der qualifiziertes Personal als eine knappe Ressource angesehen werden kann, kann das digitale Reputationsmanagement den entscheidenden Vorteil bieten.

Umsatzsteigerung:
Eine starke Online-Reputation kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Leute, die positiv von Ihrem Unternehmen, Ihrer Marke oder Ihrer Person gehört haben, eher eine gewünschte Interaktion ausführen. Der gute Ruf kann also die Konversionsrate deutlich steigern und den Umsatz steigern.

Strategien um den Online-Ruf dauerhaft zu verbessern

Um den Online-Ruf nachhaltig und effizient zu verbessern, gibt es im Online Reputation Management verschiedene Strategien. Der Online-Ruf hat einen entscheidenden Einfluss auf das Vertrauen einer ganzen Zielgruppe. In den kommenden Abschnitten werden einige relevante Strategien vorgestellt, die zur dauerhaften Verbesserung des Online-Rufs beitragen können. 

1. Aktive und weitreichende Online-Präsenz

Eine aktive Online-Präsenz, vor allem in den unterschiedlichen sozialen Medien, kann nicht nur die Zugriffe auf die eigene Webseite erhöhen, sondern auch den Ruf verbessern. So wirkt beispielsweise ein Unternehmensprofil mit vielen Likes oder Followern viel vertrauenswürdiger als ein Unternehmensprofil mit keinen Likes. Um nachhaltig neue potenzielle Kunden oder Interessenten zu erreichen, ist es daher wichtig, besonders regelmäßig Inhalte auf den sozialen Medien zu veröffentlichen. Das regelmäßige Posten von Inhalten erhöht somit die Chance, in den sozialen Medien gefunden oder in irgendeiner Form weiter erwähnt zu werden. Diese Erwähnungen werden auch übrigens als Social Signals bezeichnet und können einen positiven Einfluss auf die Reichweite haben. Allerdings sollte bei dieser Strategie immer Qualität vor Quantität stehen. Viele schlechte Posts können sogar einen negativen Effekt haben.

2. Qualitativ hochwertige Inhalte

Einer der wichtigsten Strategie-Ansätze ist das Veröffentlichen von hochwertigen und informativen Inhalten. Durch das Erstellen von besonders hochwertigen Inhalten wie Fachartikel, hochauflösende Videos, professionelle Bilder usw. können unterschiedliche Zielgruppen bewusst angesprochen werden. Hochwertige Inhalte werden von potenziellen Interessenten schneller als eine vertrauenswürdige Quelle eingestuft. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Interessenten genauer mit dem Unternehmen, der Person oder auch der Marke auseinandersetzen. Somit sind hochwertige Inhalte besonders wichtig, um das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit weiter zu steigern.

3. Suchmaschinenoptimierung

Eine Suchmaschinenoptimierung verfolgt das Ziel, die Platzierung in den Suchergebnissen für bestimmte Suchbegriffe zu verbessern. Die Suchmaschinenoptimierung (SEO) und das Online Reputation Management sind sehr eng miteinander verbunden. Besonders Suchmaschinen wie Google haben den Ruf, besonders wertvolle und vertrauenswürdige Webseiten auf eine gute Platzierung einzureihen. Ebenfalls hat eine gute Platzierung auch einen großen Einfluss auf den ersten Eindruck. Müssen die potenziellen Interessenten in den Suchergebnissen bis zur zweiten oder sogar dritten Seite blättern, um Ihre Webseite zu erreichen, kann dies einen schlechten ersten Eindruck hinterlassen.

4. Kunden-Feedback und Bewertungen

Das Feedback und die Kundenbewertung können das Verhalten der Interessenten maßgeblich beeinflussen. Aus einer Studie zum Thema Kundenbewertungen als Entscheidungshilfe geht hervor, dass 66 Prozent der jungen Erwachsenen (16-29 Jahre) Bewertungen für Online-Shops als Entscheidungshilfe nutzen. Dieser Wert nimmt allerdings bei den älteren Zielgruppen mit dem Alter weiterhin ab. Somit sind besonders für junge Leute die Bewertung oder auch die Referenz sehr wichtig. Gute Bewertungen und positives Feedback können Sie selbst insbesondere durch einen exzellenten Kundensupport erzielen. Auf diese Weise können potenziell negative Bewertungen präventiv und von vornherein vermieden werden.

Nützliche Tools für das Online Reputation Management

Wie wir bereits feststellen konnten, setzt sich eine Online-Reputation aus vielen verschiedenen Elementen zusammen. Tools können nützlich beim digitalen Reputationsmanagement eingesetzt werden, um die einzelnen Bereiche zu überwachen und zu optimieren. Daher können wir die folgenden ORM Tools empfehlen. 

  • Meltwater:
    Dieses Tool ist ein Allrounder und kann als eine All-in-One Plattform angesehen werden. Hiermit lassen sich alle Social-Media-Kanäle und Nachrichten über eine einzige Plattform verwalten. Auch tiefreichende Einblicke über die Wirksamkeit der aktuellen Strategie sind durch das Social Listening und Analytics möglich.
  • Mention:
    Das Tool Mention wird hauptsächlich dazu eingesetzt, um herauszufinden, wer über meine Marke, Unternehmen oder mein Produkt online spricht. Dabei können diese Erwähnungen übersichtlich in Diagramme dargestellt und bei Bedarf darauf reagiert werden.
  • Podium:
    Bei Podium handelt es sich um eine Review Management Plattform. Dabei wird dieses Tool eingesetzt, um die gesamte Kommunikation zu erleichtern. Integrierte Chatbots auf der eigenen Webseite oder auch automatische Bewertungseinladungen helfen dabei, den Ruf und die Zufriedenheit der Nutzer zu steigern.
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