Google Ads: Neue Offenlegungspflichten für KI-generierte Inhalte
Google Ads führt eine neue Offenlegungspflicht für Werbetreibende ein, die generative KI nutzen. Diese Änderung, wie Search Engine Journal am 13. Juli 2026 berichtet, betrifft Anzeigen in der Google Suche, auf YouTube und im Discover-Feed.
Werbetreibende müssen künftig angeben, wenn KI zur Erstellung oder Bearbeitung von Anzeigeninhalten verwendet wurde. Dies kann Anpassungen in den internen Arbeitsabläufen und Prüfprozessen erforderlich machen, um die Konformität sicherzustellen.
- Letzte Aktualisierung: 14.07.2026
- Lesezeit: 4 Minuten
Hintergrund der neuen Google Ads Richtlinie
Google Ads erweitert seine Transparenzanforderungen für Anzeigen. Zukünftig werden KI-Offenlegungs-Labels für kreative Inhalte Dritter hinzugefügt. Diese Neuerung zielt darauf ab, Nutzern mehr Informationen darüber zu geben, wie Anzeigen erstellt wurden.
Die Offenlegungspflicht betrifft alle Werbetreibenden, die generative KI-Tools verwenden. Dies schließt sowohl Google-eigene KI-Werbetools als auch externe KI-Anwendungen ein.
So funktioniert die neue KI-Offenlegung
Google fügt dem Bereich „Mein Anzeigen-Center“ eine neue Sektion namens „Wie diese Anzeige erstellt wurde“ hinzu. Nutzer können diesen Bereich über das Drei-Punkte-Menü oder das Informationssymbol bei Anzeigen in der Google Suche, auf YouTube und im Discover-Feed aufrufen.
Diese Sektion wird anzeigen, ob generative KI zur Erstellung oder Bearbeitung der Anzeige verwendet wurde. Die Art der Offenlegung hängt davon ab, welche KI-Tools zum Einsatz kamen.

Automatische vs. Manuelle Offenlegung
Anzeigen, die mit den generativen KI-Werbetools von Google erstellt wurden, erhalten die Offenlegung automatisch. Werbetreibende, die generative KI-Tools außerhalb der Google-Werbeprodukte nutzen, müssen die Offenlegung selbst über eine neue Steuerung anwenden.
Google erklärte, dass für Anzeigen, die „anderswo erstellt wurden, wir eine Steuerung einführen, damit sie leicht angeben können, ob sie generative KI verwendet haben.“
Rollout und Anwendungsbereiche
Die Funktion wird schrittweise im Juli in Google Ads, Display & Video 360, Campaign Manager 360, Merchant Center und Ads Editor eingeführt. Je nach lokalen Transparenzanforderungen kann die Offenlegung auch direkt auf der Anzeige selbst erscheinen.
Google gibt an, dass diese Labels in Rechtsgebieten erscheinen werden, in denen sie gesetzlich vorgeschrieben sind, darunter die Europäische Union, Indien und der Bundesstaat New York. Die Offenlegungen gelten auch für von Google bereitgestellte Anzeigen, die auf Websites Dritter erscheinen. Nutzer können dieselben Informationen über das AdChoices-Symbol oder das Drei-Punkte-Menü abrufen.

Implikationen für Werbetreibende
Viele Werbetreibende nutzen bereits generative KI, um Texte zu verfassen, Bilder zu generieren oder kreative Inhalte zu bearbeiten, bevor diese in Google Ads hochgeladen werden. Die neue Anforderung bedeutet, dass Teams auch dokumentieren müssen, wann diese Tools verwendet wurden.
Diese Informationen sind möglicherweise nicht sofort verfügbar, wenn die kreative Produktion und das Kampagnenmanagement von verschiedenen Personen oder Teams gehandhabt werden. Google betont, dass Werbetreibende letztendlich dafür verantwortlich sind, festzulegen, wann der Einsatz von KI eine Offenlegung erfordert und sicherzustellen, dass ihre Kampagnen den geltenden lokalen Gesetzen entsprechen.
Anpassung der internen Prozesse
Einige Organisationen müssen möglicherweise ihre Genehmigungsprozesse aktualisieren, um die KI-Nutzung zu dokumentieren, bevor Kampagnen live gehen. Agenturen müssen möglicherweise auch bestätigen, ob vom Kunden bereitgestellte kreative Inhalte KI-Tools Dritter verwendet haben, bevor sie Anzeigen veröffentlichen.
Werbetreibende, die Kampagnen in Märkten schalten, in denen KI-Labels direkt auf Anzeigen erscheinen, sollten die Performance im Laufe der Zeit überwachen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Offenlegungen das Nutzerverhalten beeinflussen, aber sie führen einen weiteren Faktor ein, den Werbetreibende bewerten sollten, sobald Daten verfügbar sind.
Das sollten Sie jetzt tun
Prüfen Sie umgehend Ihre aktuellen Google Ads Kampagnen und die internen Workflows zur Erstellung von Anzeigeninhalten. Stellen Sie sicher, dass alle verwendeten KI-Tools dokumentiert sind und die Offenlegungspflichten erfüllt werden.
Unsere Empfehlung: Implementieren Sie einen klaren Prozess, der die Dokumentation des KI-Einsatzes in der Kreativerstellung zwingend vorschreibt. Schulen Sie Ihre Teams entsprechend und passen Sie Genehmigungsschritte an, um zukünftige Compliance-Probleme zu vermeiden. Eine proaktive Anpassung schützt nicht nur vor potenziellen Strafen, sondern fördert auch die Transparenz gegenüber Ihren Kunden und der Zielgruppe.
Weitere detaillierte Informationen zu den KI-Offenlegungen finden Sie im Google Ads Hilfecenter.
