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Core Web Vitals - nicht nur ein wichtiger Rankingfaktor

Die Core Web Vitals stellen unterschiedliche Messwerte dar, welche die Nutzfreundlichkeit einer Webseite widerspiegeln. Dabei sind diese Core Web Vitals nicht nur ein wichtiger Rankingfaktor, sondern können die Conversion-Rate oder die Verweildauer der Nutzer beeinflussen. 

Inhatsverzeichnis

Was sind Core Web Vitals?

Die Core Web Vitals sind von Google definierte Felddaten, die Informationen zu der Performance einer Webseite liefern. Hierbei wird beispielsweise die Nutzerfreundlichkeit in Bezug auf die Ladezeit sowohl für Desktop als auch Mobile bewertet. Seit der offiziellen Ankündigung von Google im Jahr 2021 sind diese Core Web Vitals auch ein Rankingfaktor. Anhand Messungen von verschiedenen Daten wie z.B. der Ladezeit (LCP) oder der visuellen Stabilität (CLS), kann eine Performance-Score berechnet werden. Liegt dieser zwischen 90-100, hat man diesen bestanden. Google empfiehlt allen Webseiteninhaber, bestmögliche Core Web Vitals Werte zu erreichen, um den Nutzern eine nutzerfreundliche Webseite zu bieten. Gelingt das nicht, kann sich dies negativ auf die Platzierung in der Suchmaschine auswirken.

Core Web Vitals als Rankingfaktor 2024

Largest Contentful Paint (LCP)

Dieser Wert ist ein Maß für die Geschwindigkeit, in der die Hauptinhalte einer Seite geladen werden. Dieser Messwert wird in Sekunden gemessen und beginnt mit dem Aufruf einer URL. Jeder Wert <= 2,5s, wird als „Gut“ angesehen und bedarf keiner dringenden Optimierung. 

Cumulative Layout Shift (CLS)

CLS gibt, wie der Name schon sagt, Werte über die Layoutverschiebung an. Hierbei wird die Häufigkeit der Verschiebungen einer Seite während dem Ladevorgang gemessen. Die Messungen werden zwischen 0 und einer positiven Zahl angegeben. Je höher diese Zahl ist, desto schlechter ist der Wert. Jeder Wert <=0,1, wird als „Gut“ bezeichnet. 

First Input Delay (FID)

Der First Input Delay misst den Zeitpunkt, ab dem ein Nutzer das erste Mal mit einer Seite interagiert, bis hin zum Reaktionszeitpunkt des Browsers. Klickt beispielsweise ein Nutzer auf einen Link innerhalb einer Seite, wird die Zeit bis zur Reaktion der Seite gemessen. Neben dem Klicken kann es sich bei den Interaktionen auch um Scrollen handeln. Diese Daten werden ebenfalls wie der Wert LCP in Sekunden gemessen und jeder Wert <=0,1s, wird als „Gut“ bezeichnet. 

Der neue Messwert Interaction to Next Paint (INP)

Der neue Messwert INP wird im März 2024 den Wert FID ersetzen. Anders als bei FID, wird bei INP die Zeit (Latenz) über die komplette Dauer des Aufenthalts gemessen. Somit werden alle Interaktionen während des kompletten Seitenaufenthalts gemessen. Da FID in der Vergangenheit an einigen Stellen ungeeignet war, soll nun dieses Problem mit der neuen Kennzahl INP behoben werden. 

Core Web Vitals als Rankingfaktor

Die Optimierung der Core Web Vital gehört längst in jede Suchmaschinenoptimierung. Laut Google ist es empfehlenswert, gute Werte anzustreben. Werden gute Werte erreicht, so macht sich das ebenfalls in der Suchmaschinenplatzierung bemerkbar. Dabei werden Felddaten für die Desktop- und Mobile-Version erhoben. Keine der beiden Versionen teilt sich einen gemeinsamen Performance-Score und sollten daher separat betrachtet und optimiert werden. 

Wie wichtig die Nutzerfreundlichkeit und das Optimieren dieser Felddaten ist, zeigen zahlreiche Case Studies zu diesem Thema. So konnte das Unternehmen Redbus ihre Domain Rankings um bis zu 192% steigern. Dieses Ergebnis wurde durch das Reduzieren des CLS Werts von 1.65 auf 0 erreicht. 

Somit können Felddaten wie CLS, LCP oder auch INP je nach aktueller IST-Situation einen entscheidenden Einfluss auf die Domain-Rankings haben. Deshalb ist es auch so wichtig, die Optimierung der Felddaten nicht zu vernachlässigen. Durch neueste Änderungen wie dem Ersetzen von FID durch INP ist davon auszugehen, dass die Core Web Vitals auch in Zukunft noch ein wichtiger Rankingfaktor sein werden.

Wie lassen sich diese Felddaten messen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um die wichtigen Messwerte der Core Web Vitals zu erfassen. Folgende Tools sind kostenlos und empfehlenswert für die Messung:

  1. PageSpeed Insights:
    Ein kostenloses Tool von Google um ausführliche Diagnosen zu den einzelnen Metriken zu erhalten.

  2. Chrome UX Report:
    Liefert echte anonymisierte Daten von anderen Nutzern über CLS, LCP und INP.

  3. Google Lighthouse:
    Ist in jeden Chrome Browser integriert und eignet sich zum analysieren von einzelnen Seiten.

  4. Chrome DevTools:
    Liefert äußerst detaillierte Werte über z.B. Ladevorgänge und kann unterschiedliche Gerätetypen emulieren.

  5. Search Console:
    Liefert Werte über die letzten 90 Tage für Mobile und Desktop-Version. Ist allerdings nicht so ausführlich wie PageSpeed Insights.

Es gibt also einige kostenlose Tools zur Analyse und Erhebung von wichtigen Felddaten. Das Tool PageSpeed Insights eignet sich dabei, unserer Meinung nach, am Besten. Neben der Auswertung des Performance-Scores, werden ebenfalls hilfreiche Informationen und Tipps innerhalb des Diagnoseberichts angezeigt. Wer sich allerdings etwas besser in diesem Themenbereich auskennt, der sollte unbedingt auch Chrome DevTools nutzen. Beide Tools können in Kombination verwendet werden und ergänzen sich in einigen Punkten.
Core Web Vitals Tools

Conversion-Rate steigern durch Core Web Vitals

Lange Ladezeiten sowie zahlreiche Layoutverschiebungen sind für alle Nutzer äußert lästig und beeinflussen die Conversion-Rate sowie die Verweildauer negativ. Eine Optimierung der Metriken kann demnach also die Nutzererfahrung positiv beeinflussen. Je besser die Erfahrung des Nutzers, desto wahrscheinlicher ist es, diesen Kunden zu konvertieren. Hier sind einige Beispiele, wie sich eine Optimierung der Core Web Vitals positiv auf die Conversion Rate auswirken kann.

  • Ladezeiten:
    Der wohl größte Einfluss auf die Nutzererfahrung hat die Ladezeit. Langsame Webseiten sind große Conversion-Killer. Darüber hinaus brechen 65% der Kunden einen Online-Kauf ab, wenn die Ladezeit mehr als drei Sekunden beträgt. Somit ist die Ladezeit nicht nur für die Platzierung in der Suchmaschine entscheidend, sondern auch bei der Konversion der Nutzer.

  • Layoutshifts: 
    Unerwartete und häufige Layoutverschiebungen sorgen dafür, dass die Nutzer sich verklicken. Das unbeabsichtigte Klicken, kann die Nutzer frustrieren und der Grund dafür sein, dass diese die Seite verlassen.

  • Interaktion:
    Eine langsame Interaktion wie z.B. das Interagieren mit Formularen, Links, Buttons wirkt sich negativ auf die Conversion aus. Durch eine schnelle Reaktion nach einer Interaktion, wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Nutzer weitere Aktionen durchführen wollen.

Die Anpassung von optimierungsbedürftig Metriken kann somit die Nutzererfahrung und die damit verbundene Verweildauer und Conversion-Rate verbessern. Auch Nutzerumfragen bezüglich der Benutzerfreundlichkeit könnten dabei hilfreich sein.

Fazit: Core Web Vitals sind Rankingfaktor und können die Conversion-Rate steigern

Die Core Web Vitals sind nicht nur ein Rankingfaktor, sondern beeinflussen auch maßgeblich die Nutzererfahrung. Je länger eine Seite lädt, desto unwahrscheinlicher wird eine Konversion des Nutzers. Wer also neben einer guten Platzierung in den Suchergebnissen auch noch die User Experience steigern möchte, der sollte die Felddaten wie CLS, LCP oder auch zukünftig INP stets auf einem guten Wert halten. Durch die neueste Aktualisierung des Messwertes INP, ist ebenfalls davon auszugehen, dass diese Felddaten auch in Zukunft weiterhin noch relevant sein werden.

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